Der zeitlose Klassiker über Konsum, Freiheit und die Frage: Was macht ein gutes Leben aus?
1976, vier Jahre vor seinem Tod, erschien mit ¿Haben oder Sein¿ das neben der ¿Kunst des Liebens¿ berühmteste und bedeutendste Buch Erich Fromms, in dem er Gedankengänge früherer Werke bewusst anschaulich und prägnant resümiert. In diesem Klassisker stellt der Psychoanalytiker und Sozialphilosoph zwei Grundhaltungen gegenüber: eine Lebensweise, die sich amHaben orientiert - und eine, die auf Sein, innere Lebendigkeit und echte Produktivität zielt. Fromm beschreibt die Existenzweise des Habens als Treiber der Probleme moderner Zivilisation, während die Existenzweise des Seins die Möglichkeit eines erfüllten, nicht entfremdeten Lebens eröffnet.
Anschaulich und prägnant bündelt Fromm hier zentrale Gedanken seines Gesamtwerks und zeigt, warum ¿Aktivität¿ nicht mit bloßer Geschäftigkeit zu verwechseln ist: Wer weniger vom Haben bestimmt wird, kann zu sich selbst finden und menschliche Fähigkeitenwirklich produktiv einsetzen.
Ein Buch für alle, die sich fragen, was im Leben wirklich zählt - und die eigene Haltung zu Besitz, Erfolg und Erfüllung neu betrachten möchten.
Von Erich Fromm ist bei dtv außerdem erschienen:
- 'Die Furcht vor der Freiheit'
- 'Wege aus einer kranken Gesellschaft'
- 'Die Kunst des Liebens'
- 'Die Seele des Menschen'
- 'Den Menschen verstehen'
- 'Ihr werdet sein wie Gott - Psychoanalyse und Religion'
- 'Jenseits der Illusionen'
- 'Humanismus in Krisenzeiten'
'Ihr habt keine Freude gehabt, in der Fülle der Dinge.' Diesen Satz, zu dem ihn das 5. Buch Mose inspirierte, hielt der Psychoanalytiker Erich Fromm der modernen Gesellschaft vor. Selten war er so treffend wie heute in diesem Europa. In der EU herrscht seit Langem Friede, den meisten Bürgern geht es, gemessen an anderen Weltregionen, ziemlich gut. Die Lebenserwartung ist höher denn je. Und die Probleme, von der Euro-Rettung bis zur Flüchtlingshilfe, ließen sich mit gutem Willen gemeinsam lösen. Die Europäer aber haben es verlernt, sich darüber zu freuen. Sie nehmen Positives als selbstverständlich wahr - und Negatives als Katastrophe.