EINE BESONDERE SEILSCHAFT
Paula Wiesinger war die beste italienische Skifahrerin ihrer Zeit, 1932 gewann sie Gold bei den Weltmeisterschaften. Und sie war die erste Frau, die im sechsten Grad kletterte. Zusammen mit ihrem Mann, dem deutschen Alpinisten Hans Steger, führte sie den belgischen König Albert I., später auch dessen Sohn Leopold, mit Hanfseilen in den schwierigsten Dolomitenwänden. Ein Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft.
Kurz vor ihrem Tod 2001 blickt Paula Wiesinger auf ihr außergewöhnliches Leben zurück. Früh begeisterte sie sich für den Sport, wurde 1932 Abfahrtsweltmeisterin und startete 1936 bei den Olympischen Winterspielen. Sie war eine furchtlose Kletterin und in den "goldenen Jahren des sechsten Grades" als erste Frau vorne mit dabei.
Im Blick zurück erinnert sie sich an die vielen Begegnungen, die ihr die Berge schenkten: an ihren Mann Hans Steger, an König Albert I. und dessen Sohn König Leopold III. von Belgien, an Tita Piaz, Graf Aldo Bonacossa, Anderl Heckmair, Vitale Bramani, Heinrich Harrer und viele andere. Sie war Stuntfrau für Leni Riefenstahl und vertraute Seilgefährtin für Könige und Kletterlegenden.
Ab den 1950er-Jahren widmete sie sich mit ihrem Mann vor allem dem gemeinsamen Hotel Steger-Dellai - doch ihr Herz schlug weiter für die Berge.