J.R.R. Tolkiens ganz persönlicher Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt
Mit Originalillustrationen von J.R.R. Tolkien
Nahe der alten Stadt Bovadium erfand einst ein Daemon die Motores. Die begeisterten Menschen wurden bald zu ihren Sklaven. Mit diesem Buch beweist Tolkien, dass er erfasste, was die Menschen erst später begriffen: die Katastrophe, die mit der Automobilisierung von Städten auf uns zurollte.
Anfang der 1950er Jahre tobte in Oxford eine Kontroverse, und mitten drin J.R.R. Tolkien. Die nahe gelegenen Morris-Automobilwerke hatten den Verkehr ins Unerträgliche ansteigen lassen, und neue Straßen drohten, den Charakter der Universitätsstadt zu zerstören. Als Reaktion darauf verfasste Tolkien eine satirische Fantasy-Geschichte -
Die Bovadium Fragmente
-, die erzählen, wie schreckliche Maschinen die Stadt erobern. Und die Motores verstopfen die Straßen mit Lärm und Gestank, bis alles Leben zum Stillstand kommt. Hier zeigt sich Tolkien von seiner ironischen, gelehrten und doch auch tragischen Seite. Die von Christopher Tolkien edierte Ausgabe aus Tolkiens Nachlass ist mit Bildern von seiner Hand, zeitgenössischen Fotos und Plänen versehen. Sie enthält einen exclusiven Essay von Richard Ovenden, dem Direktor der Bodleian Library, zur Geschichte Oxfords in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
»? der Geist von Mordor hebt natürlich immer wieder sein Haupt.«
J.R.R. Tolkien
Bei archäologischen Ausgrabungen im antiken Bovadium entdecken Forscher Textfragmente. Sie enthüllen die über Jahrhunderte verborgene Geschichte der Stadt. Einst erhob sich ein Daemon, der abscheuliche Maschinen erfand, die er »Motores« nannte. Die Menschen von Bovadium waren zunächst begeistert von diesen fahrbaren Maschinen, wurden jedoch bald zu ihren Sklaven. Als alle Straßen durch die Motores verstopft waren und die Stadt wegen der Abgase unbewohnbar wurde, war das Ende von Bovadium besiegelt.